Nach Wien jetzt auch in München: „Lesbisch-schwule Fußgängerampeln“ in der Pride Week

München: Die Grünen – rosa liste wollen, dass die Stadt anlässlich des diesjährigen Christopher Street Days (CSD) ein Zeichen der Solidarität und Toleranz setzt, indem sie herkömmliche Fußgängerampeln mit lesbischen, schwulen und hetero Paarmotiven versieht und Trambahnen mit Regenbogenfähnchen fahren.
Österreichs Hauptstadt Wien macht mal wieder vor, wie sich tolerant und weltoffen mit Herz und Humor kombinieren lassen. Dort hat die Stadt anlässlich dreier Großveranstaltungen einige Fußgänger*innenampeln mit „Ampelpärchen“ samt grün bzw. rot aufleuchtenden Herzen ausgestattet. Das entscheidende dabei: Neben hetero-Paaren regeln auch schwule und lesbische Ampelpärchen den Wiener Fußverkehr.
Die Münchner grün – rosa Rathausfraktion will dieses charmante Zeichen der Toleranz nun auch in die Weltstadt mit Herz importieren und fordert, dass die Stadt beim CSD zwischen dem 6. und 11. Juli an geeigneten Stellen in der Münchner Innenstadt die herkömmlichen Ampeln gegen die Wiener-Variante austauscht. Der Antrag ging heute im Kreisverwaltungsausschuss gegen die Stimmen der CSU durch. In einem offenen Brief hat das rosa-grüne Rathausbündnis außerdem OB Reiter gebeten, sich als Aufsichtsratsvorsitzender der MVG dafür einzusetzen, dass die Straßenbahnen in der Pride Week mit Regenbogenbeflaggung fahren.
„München ist eine weltoffene Stadt mit Herz, und der CSD ist die Demonstration der Vielfalt und des liberalen Miteinanders in München“, so Lydia Dietrich, Stadträtin der Grünen – rosa liste. „Die Ampeln zeigen schwule, lesbische und hetero Paare – völlig gleichberechtigt nebeneinander und für jeden verständlich – unabhängig von individuellen Deutschkenntnissen. Sie sind im öffentlichen Raum, Teil des täglichen Stadtlebens und transportieren so auf sehr humorvolle Art das Thema Gleichstellung von Lebensweisen in die Mitte der Gesellschaft und machen es in der Stadtbevölkerung im wahrsten Sinne des Wortes sichtbar.“

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