Eine lesbische Familie flieht aus der Ukraine nach Deutschland

Eine lesbische Familie aus der Ukraine mit vierjähriger Tochter flieht nach Deutschland, landet in der Erstaufnahme in Zirndorf, wird in eine Notunterkunft nach Nürnberg verlegt und lebt nun in einem Einzelzimmer in einem ehemaligen Hotel. Außerhalb der schützenden vier Wände geben sich die beiden Frauen als Schwestern aus, Tochter Tina soll im Kindergarten nichts von ihren zwei Müttern erzählen. Denn wenn Männer aus Russland oder der Ukraine, die z.B. in den Sprachkursen sitzen, erfahren, dass sie lesbisch sind, müssen Tania und Kristi um ihr Leben bangen. Zuhause in Odessa ging bereits ihr Auto in Flammen auf, und die Scheiben von Tanias Cafe waren plötzlich mit homophoben Sprüchen verunstaltet. Und dann wurde es Zeit zu gehen, denn die Angst um die kleine Tochter wuchs täglich. Im taz-Interview erzählen Kristi und Tania ihre Geschichte und warum sie erst einmal gar keinen Kontakt zur LGBTQ-Szene gesucht haben.

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