EU-weite Gleichstellung von Regenbogenfamilien gefordert

Nach einem Bericht von queer.de hat der europäische Regenbogenfamilienverband NELFA, dem bisher 21 nationale Verbände angehören, u.a. auch der LSVD, eine Petition eingereicht, in der gleiches Recht für Regenbogenfamilien aller EU-Staaten gefordert wird. Nachdem die Rechtssprechung sehr unterschiedlich ist, gibt es immer wieder Probleme auf Reisen bzw. wenn eine Familie in ein anderes Land zieht. In vielen Ländern gibt es keine rechtliche Anerkennung lesbischwuler Paare bzw. Familien, so sind Mütter und Väter mancherorts nach der Grenzüberschreitung quasi keine Eltern mehr.
NELFA-Vizepräsident Juha Jämsä dringt auf eine Gesetzesvorlage, nach der Geburts-, Adoptions- und Heirats/Eintragungsurkunden für Familien aller EU-Länder gleichermaßen anerkannt werden sollen.
Ein schwuler Vater aus Portugal erklärt, warum EU-Justizkommissarin Viviane Reding handeln muss.

Es ist schon eine komische Vorstellung, dass Eltern, so bald sie in ein anderes Land reisen, plötzlich keine Eltern mehr sind. Wir fahren z.B. nach Italien und es gibt ein Problem mit unserer Tochter, dann bin ich rein rechtlich plötzlich eine alleinerziehende Mutter. Meine Partnerin hat im schlimmsten Fall nichts zu sagen. Das Problem hatten wir ja schon immer, dass unsere Partnerschaften nicht anerkannt werden. Aber mit Kindern ist dies doch noch eine Verschärfung der ganzen Situation. Es wird Zeit, jetzt EU-weit Druck zu machen.

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