Weihnachtsbotschaft


Weihnachtsfeier im Mütterzentrum: Im Kerzenschein treffen sich lesbische Mütter und ihre Kinder, essen Plätzchen und singen Weihnachtslieder. Weihnachtslieder, in denen die Ankunft eines kleinen Kindes freudig besungen wird.

Ich sprach ja schon an anderer Stelle davon, dass mir das nicht an der politisch-feministischen Wiege gesungen wurde, solche herkömmlichen Feiertage (auch noch mit Inbrunst) zu begehen. Aber wenn ich genau überlege: Irgendwie passt das, dass wir, die wir unsere Kinder so sehr herbeigewünscht haben, die Ankunft dieses Kindes mit seiner Botschaft von Liebe und Frieden feiern können.

Eine Botschaft, wie sie die irdischen Vertreter des besungenen Kindes eigentlich auch verkünden sollten. Und was macht der Papst? Ausgerechnet kurz vor Weihnachten holt er zu einem homophoben Keulenschlag aus: Zum katholischen Weltfriedenstag, der am 1. Januar begangen wird, bezeichnet er die rechtliche Anerkennung lesbischer und schwuler Paare als eine „schwere Verletzung der Gerechtigkeit und des Friedens“. Und dann ruft er auch noch dazu auf, jedwede Anerkennung gleichgeschlechtlicher Paare zu bekämpfen – von der Anerkennung von Regenbogenfamilien ganz zu schweigen. Wie sehr Papst Benedikt Unfrieden stiftet ist wirklich beängstigend. Welche Rolle die katholische Kirche in Ländern spielt, in denen Lesben und Schwule schweren Repressionen ausgesetzt sind, ist sattsam bekannt. Menschenrechte? Gelten im Vatikan nur bedingt.

Was tun? Den Vatikan ausblenden! Kerzen anzünden! Die Liebe feiern! Leuchtende Kinderaugen genießen! Wunderbare Spiele spielen! Staunen, dass die Kleinen schon ganz schön groß sind! Staunen, dass die Kinder schon Teenager sind – oder etwa schon erwachsen? Lieblingsessen kochen! Den Nachbar_innen Lebkuchen vorbei bringen! Dankbar sein, in einem freien Land zu leben! Stille.

Liebe Leser_innen, danke, dass ihr hier regelmäßig vorbeischaut.
RFN macht ein bisschen Weihnachtspause und postet unregelmäßiger als sonst.
Kommt gut rüber!

Bleibt RFN gewogen – das wünscht sich Stephanie Gerlach

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