BRAVO – klar gibt’s die noch

Mit einer Tochter (10) in der Vorpubertät (ist das nicht eigentlich die gesamte Zeit zwischen Geburt und 11. oder 12. Lebensjahr?) gibt es schon interessante Herausforderungen. Die Apothekerin legt immer noch nett lächelnd die „Medizini“ auf den Verkaufstisch („hat Ihre Tochter schon das neue Tierposter?“). Beim letzten Besuch in der Stadtbibliothek brachte T. die aktuelle BRAVO mit. Nun liegen also BRAVO und Medizini einträchtig nebeneinander, entweder auf dem Tisch im Wohnzimmer oder in T.s Zimmer – immer zusammen. Das Bild dieser beiden Medien versinnbildlicht perfekt, in welcher wundersamen Phase sie sich befindet. Gespräche über die Qualität des Ewigkeits-Druckerzeugnisses finden natürlich nur mit der Besseren Hälfte (BH) statt, wir wollen ja schließlich keine Spielverderberinnen sein.

Ernsthaft hoffe ich, dass die geplagten Teenies, die dort ihre Fragen stellen, heute offene und unterstützende Antworten bekommen. Als ich mit elf Jahren BRAVO las, war das leider nicht immer der Fall. Hauptsache hetero – das war schon die Devise.
Aber irgendwie habe ich die Zeit noch nicht gefunden, mir das Blatt mal vozuknöpfen. Warum bloß? Eigentlich müssten wir dringend schnellstens die Dr. Sommer-Seite lesen – nicht dass T. da womöglich verbildet wird!

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