Väterfreuden II

Michael Kauch, Mitglied der FDP-Bundestagsfraktion, umwelt- sowie lesben- und schwulenpolitischer Sprecher, ist am vergangenen Wochenende Vater einer Tochter geworden und hat dies öffentlich verkündet – kein ungewöhnlicher Vorgang. Doch der schwule Politiker hat ein paar Details veröffentlicht: Die kleine Tochter hat vier Eltern, zwei Mamas und zwei Papas, sie wird also in einer Regenbogenfamilie groß und ist so vielleicht das erste Regenbogenkind mit Papa im Bundestag.  Auch wenn das Kind hautsächlich bei den Müttern aufwächst: Kauch hat bereits angekündigt, sich zwei Tage pro Woche um die Familie kümmern zu wollen.
Wie sich der Spruch „Das Private ist politisch“ mal wieder bewahrheitet: Die Erklärung zu den Familienverhältnissen ist ein hochpolitischer Akt – noch dazu von einem Berufspolitiker. Natürlich hätte Michael Kauch einfach sagen können, dass er Vater geworden ist. Das hätte bei manchen Menschen allerdings zu einer völlig falschen Einschätzung der Sachlage geführt – so ist die Entscheidung, hier klare Töne anzustimmen, zweierlei:  ein Akt von Respekt sich selbst gegenüber sowie ein Dienst an der Community. (Immer noch) mutig und sehr erfreulich – chapeau! Glückwünsche und Kommentare gibt es hier

 

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