Wie ist das nochmal mit den Genen in Regenbogenfamilien?

Neulich sprachen wir bei einem Regenbogenfamilienbrunch über – na worüber wohl? – unsere Kinder. Mir fiel auf, dass Max, der Sohn von Sabine und Greta, den ich für etwa fünf Jahre gehalten hatte, besonders groß für seine tatsächlichen drei Jahre geraten war. Sabine, die leibliche Mutter, hatte ein durchschnittliche Größe, aber Greta, die andere Mama, überragte ihre Partnerin durchaus. Und dann erzählte Greta, wie die Kinderärztin meinte, dass Max eben eher nach ihr käme – und wie dann die beiden Frauen in Gelächter ausbrachen. Wieder einmal war etwas geschehen, das lesbischen Familien häufig passiert: Außenstehende sehen das gemeinsame Kind auch als ein genetisch gemeinsames Kind der beiden Frauen an, bevor sie realisieren, dass dies ja eigentlich nicht sein kann. Manchmal entsteht dann kurz ein peinlicher Moment, der von den meisten lesbischen Familien aber eher lustig empfunden wird.

Und was folgt daraus? Die Gesellschaft braucht zwar manchmal Nachhilfe in Biologie, dieser „Wissensmangel“ ist jedoch gleichzeitig ein Gradmesser dafür, wie selbstverständlich die Kinder aus Regenbogenfamilien mittlerweile als rundum gemeinsame Kinder angesehen werden.

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