Eine ganz normale schwule Familie in New York

Die Schweizer Familie Pascal und Felix Wolf lebt mit ihren drei Kindern Jonathan, Rachel und Jeremiah in New York und haben dort ihren Traum einer eigenen Familie wahr gemacht. In Deutschland wäre die Familiengründung mit Hilfe von Eizellspenden und Leihmutterschaft so nicht möglich gewesen.
In diesem knapp halbstündigen Film kommen neben den Eltern auch die Eizellspenderin und die Leihmutter zu Wort – die mit ihrem Mann mittlerweile zum engen Freundeskreis der Familie gehört. Die Frage nach der „fehlenden Mutter“ bleibt bei so einer Mainstream-Reportage natürlich nicht aus, aber zum Glück gibt es ja die Nanny aus Ecuador, die die Kinder fast täglich von der Schule abholt. An dieser Stelle sollte man einfach tief einatmen und dann wieder ausatmen. Natürlich kommt mir dann sofort in den Sinn, dass wir ja überlegen hätten können, einen „Nännerich“ zu engagieren, um ….. ach, so ein Quatsch.

Und schließlich äußert sich die Schwester des einen Vaters zum „Machbarkeitswahn“, sie kann sich mit der Art, wie die Kinder entstanden sind, nach wie vor nicht anfreunden, obwohl die Kinder bereits fünf, sechs und sieben Jahre alt sind.

Die Reportage ist informativ, sie versucht, den heteronormativ geprägten Blick des Mainstreampublikums einzunehmen und kritische Fragen zu stellen, die manchmal grenzwertig sind. Auf der anderen Seite zeigen die Eizellspenderin sowie die Leihmutter, dass dieses Familienmodell auf Augenhöhe entstanden ist und von Ausbeutung der Frauen keine Rede sein kann. Eine halbe Stunde, die sich lohnt!

Merry Christmas! RFN gönnt sich ein paar ruhige Tage!

Ich wünsche meinen Leser_innen einen erholsamen Jahresausklang und einen sanften Start 2016.
Vielen Dank für Eure Treue 😛

 

 

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